Endokapseluntersuchung

Mit der seit 2001 in Deutschland zuglassenen Methoder der Endokapsel Untersuchung ist es dem Arzt jetzt möglich, den gesamten Dünndarm einzusehen. Zuvor war dies nur begrenzt möglich, z.B. nur die Spiegelung des oberen Teils des Dünndarms (Zwölffingerdarm) bei einer Magenspiegelung bzw. nur der untere Teil des Dünndarms bei einer Darmspiegelung, wobei immer der größte Abschnitt des ca. 4 bis 6 m langen Dünndarms dem Blick des Arztes verborgen blieb.

In der Gemeinschaftspraxis Dres. Dirr wurde diese diagnostische Lücke nun geschlossen und die Methode der Endokapsel Untersuchung wird nun auch von Dr. Bernhard Dirr angeboten.


Wie funktioniert die Untersuchung?

Morgens wird die Kapsel von Ihnen mit einem Schluck Wasser auf nüchternen Magen eingenommen. Das Schlucken der Kapsel bereitet keine Probleme oder Schmerzen. Es ist weder eine Betäubung des Rachens noch eine medikamentöse Beruhigung des Patienten erforderlich. Ab jetzt können Sie sich völlig frei bewegen. Die Kapsel sendet fortan jede Sekunde zwei Bilder an die acht Sensoren, die ähnlich wie beim EKG an Ihrem Bauch befestigt sind. Die Empfangenen bilder werden über Kabel an ein Rekorder, der sich an Ihrem Gürtel befindet, weitergeleitet und dort gespeichert. Dieser Rekorder wird nach sieben bis acht Stunden an den Arzt zurückgegeben.

Während dieser Stunden darf lediglich nicht geduscht oder gebadet werden, was das System beschädigen würde. Durch die natürliche Darmbewegung wird die Kapsel im Darm fortbewegt und mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Kapsel ist Einwegmaterial und kommt kein zweites Mal zum Einsatz.


Wann wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei ungeklärten Darmblutungen, bei der durch Magen- und Darmspiegelungen keine Ursachen gefunden wurden.
Zum Nachweis von chronisch-entzündlichen Veränderungen im Dünndarm, wie z.B. bei Morbus Crohn.

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