Endokapseluntersuchung

Mit der seit 2001 in Deutschland zuglassenen Methoder der Endokapsel Untersuchung ist es dem Arzt jetzt möglich, den gesamten Dünndarm einzusehen. Zuvor war dies nur begrenzt möglich, z.B. nur die Spiegelung des oberen Teils des Dünndarms (Zwölffingerdarm) bei einer Magenspiegelung bzw. nur der untere Teil des Dünndarms bei einer Darmspiegelung, wobei immer der größte Abschnitt des ca. 4 bis 6 m langen Dünndarms dem Blick des Arztes verborgen blieb.


Wie funktioniert die Untersuchung?

Nach einer Abführmassnahme wird morgens die Kapsel von Ihnen mit einem Schluck Wasser auf nüchternen Magen eingenommen. Das Schlucken der Kapsel bereitet keine Probleme oder Schmerzen. Es ist weder eine Betäubung des Rachens noch eine medikamentöse Beruhigung des Patienten erforderlich. Ab jetzt können Sie sich völlig frei bewegen. Die Kapsel sendet Bilder an einen Rekorder, der sich an Ihrem Gürtel befindet. Dieser Rekorder wird nach sieben bis acht Stunden an den Arzt zurückgegeben.

Während dieser Stunden darf lediglich nicht geduscht oder gebadet werden, was das System beschädigen würde. Durch die natürliche Darmbewegung wird die Kapsel im Darm fortbewegt und mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Kapsel ist Einwegmaterial und kommt kein zweites Mal zum Einsatz.


Wann wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei ungeklärten Darmblutungen, bei der durch Magen- und Darmspiegelungen keine Ursachen gefunden wurden.

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